In vielen Industriebereichen wie Metallbau, Maschinenbau oder Bauindstrie reicht eine einfache Oberflächenmarkierung längst nicht mehr aus. Werkstücke werden gestrahlt, lackiert, galvanisiert oder feuerverzinkt. Trotzdem müssen Seriennummern, Chargencodes oder Identifikationen dauerhaft sichtbar und lesbar bleiben. Mit modernen Laser- und Nadelprägesystemen lassen sich heute Tiefengravuren realisieren, die selbst nach anspruchsvollen Oberflächenbehandlungen zuverlässig bestehen bleiben.
Die Anforderungen an industrielle Kennzeichnungen steigen kontinuierlich. Werkstücke müssen nicht nur intern identifizierbar bleiben, sondern häufig auch gesetzliche, sicherheitsrelevante oder kundenspezifische Anforderungen erfüllen.
Gleichzeitig werden Produktionsprozesse zunehmend digitalisiert. Seriennummern, DataMatrix-Codes oder Bauteilinformationen werden direkt aus ERP- oder Produktionssystemen übernommen und automatisiert markiert. Dadurch steigt die Prozesssicherheit und Fehlerquellen werden reduziert.
Besonders anspruchsvoll wird die Kennzeichnung dann, wenn Bauteile nach der Markierung zusätzlich behandelt werden, beispielsweise durch:
Solche Prozesse können oberflächliche Markierungen teilweise oder vollständig unlesbar machen. In diesen Fällen sind Tiefengravuren oder tief eingeprägte Markierungen erforderlich.
Laserbeschriftungen werden häufig mit feinen und präzisen Oberflächenmarkierungen verbunden. Moderne Lasersysteme können jedoch auch gezielt für Tiefengravuren eingesetzt werden. Dabei wird Material kontrolliert abgetragen, sodass eine dauerhafte Vertiefung entsteht. Diese bleibt auch nach weiteren Bearbeitungsschritten sichtbar oder maschinell lesbar.
Entscheidend ist dabei die richtige Abstimmung von:
Nicht jede Markierung muss gleich tief sein. Während für lackierte Bauteile oft moderate Tiefen ausreichen, stellen Feuerverzinken oder intensives Sandstrahlen deutlich höhere Anforderungen an die Markierung.
Besonders bei DataMatrix-Codes oder Seriennummern bietet die Lasertechnologie eine hohe Qualität und Lesbarkeit.
Wenn besonders tiefe und widerstandsfähige Kennzeichnungen benötigt werden, ist die Nadelprägung häufig die ideale Lösung. Bei diesem Verfahren wird das Material mechanisch verformt und dauerhaft geprägt. Dadurch entstehen robuste Markierungen, die selbst bei anspruchsvollen Oberflächenbehandlungen erhalten bleiben.
Die Technologie eignet sich besonders für:
Beim Feuerverzinken stellt die Zinkschicht eine besondere Herausforderung dar. Herkömmliche Markierungen können nach dem Verzinken teilweise verloren gehen oder schwer lesbar werden. Mit einer gezielten Negativprägung bleibt die Kennzeichnung jedoch auch nach dem Verzinkungsprozess deutlich sichtbar.
Diese Technologie eignet sich besonders für:
Nicht jedes Werkstück lässt sich einfach zu einer Markierstation transportieren. Gerade grosse, schwere oder sperrige Bauteile benötigen flexible Lösungen. Gerade im Stahl- und Metallbau bieten mobile Systeme eine hohe Flexibilität und erleichtern die tägliche Arbeit deutlich.

Portable Nadelprägesysteme ermöglichen die direkte Markierung am Werkstück. Besonders leistungsfähig ist der e-mark EVO mit seiner Boosterfunktion für tiefere Markierungen. Dadurch können auch robuste und langlebige Kennzeichnungen auf anspruchsvollen Oberflächen realisiert werden.
Ein weiterer Vorteil moderner Markiersysteme liegt in der Integration in bestehende Produktionsprozesse. Eine direkte Anbindung an bestehende Datenbanken (ERP, MES etc.) erlauben eine saubere Übernahme von Seriennummern, Auftragsdaten oder Codes direkt ins Markiersystem.
Dadurch lassen sich:
Gerade bei sicherheitskritischen Bauteilen oder dokumentationspflichtigen Prozessen ist dies ein entscheidender Vorteil.
Produktmanager
Zuständigkeits-Bereiche:
BESCHRIFTUNGS-LASER, NADELPRÄGER & RITZMARKIERER